
ARMORED SAINT
Emotion Factory Reset
Irgendwie witzig, daß sich manche
Dinge nie ändern – Armored Saint bringen ein Album heraus, die „Presse“ sowie
ein paar Die Hard-Fans brechen in Tränen der Begeisterung aus und die breite
Masse beweist so viel Gespür, daß sie diesen langweiligen Mist einfach ignoriert.
So geschehen in den 80ern und seitdem immer dann, wenn die Band mal wieder
unter einem Stein hervorgekommen ist. Und dabei fängt das Album mit „Close to
the Bone“ sogar richtig gut an, nur um in der Folgezeit von Song zu Song tiefer
in den von der Band bewohnten und bekannten Keller der Langeweile
hinabzusteigen. Schräge Melodien und Refrains geben sich die Klinke in die Hand
– will mir ernsthaft jemand erzählen, daß Sachen wie „Hit a Moonshot“,
„Buckeye“ oder "It´s a Buzzkill“ (grauenhaft) gute Songs sein sollen? Das
klingt total unausgegoren und teilweise wie Alice in Chains für ganz Arme
(„Ladders and Slides“); oder „Bottom Feeder“, welches sich so dahinschleppt und
so gar nichts von guten Ideen oder Songwriting hat, was soll das sein?? Wie
gesagt, es ist beruhigend, daß sich manche Dinge auch nach Jahrzehnten nie
ändern und so haben AS ihrem irre überbewerteten Katalog der Langeweile ein
weiteres nichtssagendes Kapitel hinzugefügt.
Frank